Im Rahmen des vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten Projekts “TrAkzeptanz - Akzeptanz und Effekte von klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft" läuft seit über einem Jahr eine Testimonial-Kampagne. Hier kommen verschiedene Experten aus Verbänden, Landtechnik-Unternehmen, Landwirte und anderen Institutionen mit kurzen Statements zu Wort. Im Fokus der Testimonials stehen die wichtigsten umzusetzenden Maßnahmen für eine verstärkte, dynamische Nutzung von erneuerbaren Antriebsenergien in der Landwirtschaft sowie die gegenwärtig größten diesbezüglichen Hemmnisse. Im Blickpunkt der erneuerbaren Antriebsenergien stehen dabei nachhaltige Biokraftstoffe wie zum Beispiel Biodiesel, Pflanzenöl, HVO und Biomethan, die E-Mobilität aus erneuerbarem Strom sowie weitere erneuerbare Kraftstoffe wie zum Beispiel e-Fuels und Wasserstoff. Bisher wurden bereits 55 Statements im Rahmen dieser Kampagne veröffentlicht.
Nun hat sich auch die Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, Cornelia Schmachtenberg, mit einem Statement an der Kampagne beteiligt:
„11% der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein entstehen durch Energieverbrauch. Während Methan und Lachgas in Teilen unvermeidbar sind, gibt es bei der Energienutzung Potenzial, fossile Energieträger zu ersetzen. Betriebe erproben bereits die Nutzung von Biokraftstoffen, elektrischer Antriebe und Wasserstoff. Mit dem Kompetenzzentrum für klimaeffiziente Landwirtschaft begleitet Schleswig-Holstein diesen Transformationsprozess insbesondere durch gezielten Wissenstransfer in die Praxis sowie durch die Vernetzung von Forschung, Beratung und landwirtschaftlichen Betrieben.“, so Ministerin Cornelia Schmachtenberg.
Zu den Hemmnissen erörterte Sie weiter:
„Hohe Anschaffungskosten, ungewisse Verfügbarkeit von Energieträgern sowie häufiges Tanken oder Laden sprechen gegen die Investition in alternative Antriebstechnologien. Um Landwirten die Umrüstung oder Neuanschaffungen zu erleichtern, müssen wirtschaftliche Anreize geschaffen werden, die signalisieren, dass sich die Investition lohnt. Ich hoffe, dass in Schleswig-Holstein vermehrt klimaschonende Antriebssysteme eingesetzt werden und praxistaugliche Technik Anreize schafft. Ich blicke gespannt auf die anstehende Förderung von alternativen Antriebstechnologien durch die Landwirtschaftliche Rentenbank und das BMLEH in diesem Bereich.”
Die Projektpartner – die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) sowie der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) – zeigen sich hocherfreut von der klaren Positionierung der Ministerin und blicken optimistisch auf die weitere Resonanz, die das Projekt mit seiner Zielsetzung erreichen möchte.
Die anderen bisher veröffentlichten 55 Statements finden Sie unter:
https://www.erneuerbar-tanken.de/trakzeptanz/statements
Die Projektpartner versprechen sich von der Kampagne ein verstärktes öffentliches Interesse und eine gesteigerte Akzeptanz für erneuerbare Antriebsenergien in der Landwirtschaft.

