Im Rahmen des vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten Projekts “TrAkzeptanz - Akzeptanz und Effekte von klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft" läuft seit über einem Jahr eine Testimonial-Kampagne. Nachdem sich bereits zahlreiche Experten aus Verbänden, (Landtechnik-)Unternehmen, Landwirte und anderen Institutionen mit Statements zu Wort gemeldet haben, beteiligt sich nun auch der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch, mit klaren Forderungen an der Kampagne: 

„Die Einsatzmöglichkeiten landwirtschaftlicher Maschinen sind und bleiben vielfältig. Deshalb muss der Einsatz von alternativen Antriebstechnologien und Energieträgern praxisgerecht und mit vertretbaren Kosten verbunden sein. Darüber hinaus müssen alternative Energieträger über einen langen Zeitraum sicher verfügbar sein. Bei Landwirtschaftsbetrieben mit eigener oder mit nahegelegener Biogasanlage kann CNG und LNG eine sinnvolle Alternative sein.“

Weiter führt der Staatsminister zu den Hemmnissen einer dynamischeren Nutzung von erneuerbaren Antrieben in der Landwirtschaft aus:

„Ich fordere vom Bund, Lösungen zur weiteren Etablierung von Biokraftstoffen - vor-zugsweise als Rest- und Abfallstoffe - zu entwickeln und sich außerdem für den Erhalt erschwinglicher und im EU-Umfeld wettbewerbsfähiger Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft einzusetzen. Dazu wird es erforderlich sein, den Transformationsprozess und finanzielle Unterstützung durch den Bund massiv voranzutreiben sowie Anstrengungen bei der Erforschung und Einführung klimafreundlicher Kraftstoffe und Antriebstechnologien für die Land- und Forstwirtschaft zu intensivieren.“

Zuvor hatte sich bereits die Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, Cornelia Schmachtenberg, mit einem Statement an der Kampagne beteiligt und sich für Planungssicherheit, praxistaugliche und wirtschaftliche Anreize ausgesprochen, um fossile Energieträger in der Landwirtschaft zu ersetzen. Sie finden ihr vollständiges Statement hier.

Im Fokus der Statements stehen die wichtigsten umzusetzenden Maßnahmen für eine verstärkte, dynamische Nutzung von erneuerbaren Antriebsenergien in der Landwirtschaft sowie die gegenwärtig größten diesbezüglichen Hemmnisse. Im Blickpunkt der erneuerbaren Antriebsenergien stehen dabei nachhaltige Biokraftstoffe wie zum Beispiel Biodiesel, Pflanzenöl, HVO und Biomethan, die E-Mobilität aus erneuerbarem Strom sowie weitere erneuerbare Kraftstoffe wie zum Beispiel e-Fuels und Wasserstoff. Bisher wurden insgesamt 60 Statements im Rahmen dieser Kampagne veröffentlicht.

Die Projektpartner – die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) sowie der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) – zeigen sich hocherfreut von der klaren Positionierung des Staatsministers und blicken optimistisch auf die weitere Resonanz, die das Projekt mit seiner Zielsetzung erreichen möchte.

Die weiteren bisher veröffentlichten Statements finden Sie unter:

https://www.erneuerbar-tanken.de/trakzeptanz/statements

https://www.linkedin.com/company/plattform-erneuerbare-antriebsenergie-in-der-land-und-forstwirtschaft/

Die Projektpartner versprechen sich von der Kampagne ein verstärktes öffentliches Interesse und eine gesteigerte Akzeptanz für erneuerbare Antriebsenergien in der Landwirtschaft.