Ein besonderer Rahmen bot sich den 33 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 21. Sitzung der Plattform „Erneuerbare Antriebsenergie für die Land- und Forstwirtschaft (PEALF)“ im Großen Sitzungssaal des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus im Herzen der Münchner Innenstadt.
Unter der bewährten Sitzungsleitung durch Klaus-Peter Lucht, Vorsitzender der PEALF und Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein, wurde die Runde herzlich begrüßt durch Dr. Werner Ortinger, Leiter des Referats Nachwachsende Rohstoffe, Bioökonomie, Energiewende im ländlichen Raum des Bayerischen Staatsministeriums. Dr. Ortinger gab einen inspirierenden Impuls zur Notwendigkeit der Verwendung erneuerbarer Antriebsenergien und damit eine motivierende Grundlage für die folgenden Vorträge.
Nach der Berichterstattung über vergangene sowie anstehende Aktivitäten der PEALF durch Bernd Geisen und Constanze Gohlke gab Vincent Krause einen Einblick in den für die Plattform relevanten Strategie- und Maßnahmenplan des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH): Bis Ende 2026 soll eine Strategie zur Förderung der erneuerbaren Antriebssysteme in der Landwirtschaft entwickelt werden. Federführend ist hierbei eine Arbeitsgruppe, die sich aus Expertinnen und Experten unterschiedlicher Institutionen und Forschungseinrichtungen zusammensetzt und den KTBL-Maßnahmenkatalog als Grundlage verwendet.
Um Investitionen in alternative Antriebstechnologien für die landwirtschaftlichen Betriebe zu erleichtern, gewährt die Rentenbank mit einem neuen Förderprogramm „Alternative Antriebssysteme“ zinsvergünstige Darlehen. Gefördert werden dabei ausschließlich Anschaffungen, die Innovationen fördern und demnach die vorwettbewerbliche Entwicklung sowie die Markt- und Praxiseinführung von Innovationen vorantreiben. Oliver Müller stellte im Rahmen der Sitzung die Beweggründe, Ziele und Rahmenbedingungen vor, nach denen sich die Förderungen richten.
Eine Investitionsförderung für erneuerbare Antriebsenergien – auch in Kombination mit dem Förderprogramm der Rentenbank möglich! – bietet die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) e.V. an: durch das Bundesprogramm „Energieeffizienz und CO2-Einsparung in Landwirtschaft und Gartenbau“ können Förderungen z.B. für die Neuanschaffung oder für Umrüstungsmaßnahmen von Landmaschinen zur Nutzung von Biokraftstoffen beantragt werden. Dr.-Ing. Martin Reißig informierte den Teilnehmerkreis über die bisherigen Erfahrungen mit den Anträgen. Bedauerlicherweise sind die Finanzmittel des Förderprogrammes für das Jahr 2026 bereits ausgeschöpft, so dass gegenwärtig eine Antragspause besteht.
Die abschließende Berichterstattung erfolgte durch Sebastian Schlegel als Mitarbeiter und Mitentwickler von ONOX. Das süddeutsche Start-Up entwickelt E-Traktoren mit teils sogar zweiachsigen Antrieben und ergänzende Batteriesysteme, um den Betrieb im Idealfall mit eigenproduziertem Strom weitgehend mobilitätsautark zu führen.
Das gesamte Programm wurde von intensiven Fragerunden und lebhaften Diskussionen begleitet – ein klarer Hinweis darauf, wie groß der Handlungsdruck, aber auch die Innovationskraft in der Branche ist.
Zum Abschluss gab es ein Gruppenfoto mit der bayerischen Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber – ein würdiger Schlusspunkt für eine Veranstaltung, die zeigt: Die Antriebswende in der Land- und Forstwirtschaft ist längst in Bewegung.
Herzlichen Dank an unsere Gastgeber im Ministerium und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die offene, herzliche und konstruktive Atmosphäre!
(1. Foto von Stefanie Büchl, StMELFT)


