Berlin, 22.01.2026 – Zum 23. Mal brachte der Internationale Fachkongress für erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2026“ insgesamt 620 internationale Teilnehmer am 19. und 20. Januar im CityCube Berlin zusammen. Unter dem diesjährigen Motto „Turbo zünden, erneuerbar durchstarten“ tagten Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis, um gemeinsam Lösungsansätze für eine klimafreundliche Mobilität zu erörtern und voranzutreiben.

Auch die Plattform „Erneuerbare Antriebsenergie für die Land- und Forstwirtschaft“ (PEALF) war auf dem Kongress mit einer eigenen Themensession „Grüne Power auf dem Acker“ vertreten, um die zukünftige Bedeutung erneuerbarer Kraftstoffe für die Landwirtschaft hervorzuheben. „Wir sehen den Kongress als wichtige Gelegenheit, um gemeinsam mit Entscheidungsträgern und Fachexperten die Zukunft erneuerbarer Kraftstoffe mitzugestalten. Gerade im Kontext der aktuellen Klimaschutzziele und der Überarbeitung des bundesdeutschen Klimaschutzprogrammes kommt es auf konkrete politische Impulse und eine industrieweite Zusammenarbeit in allen Verkehrssektoren an. Der Kongress hat hierfür wieder einen idealen Rahmen geboten“, erklärt Klaus-Peter Lucht, Vorsitzender der PEALF.

Die PEALF erläuterte im Rahmen des Fachkongresses, dass in der deutschen Land- und Forstwirtschaft jährlich etwa 2,1 Mrd. Liter Kraftstoff (ca. 74 PJ) verbraucht werden. Dabei wird fast ausschließlich fossiler Diesel eingesetzt. Aus diesem Dieselkraftstoffverbrauch sind dem deutschen Treibhausgasinventar Landwirtschaft jährlich mindestens 3,8 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2)-Äquivalente zuzuordnen. „Erneuerbare Kraftstoffe können fossilen Diesel in der Land- und Forstwirtschaft perspektivisch ersetzen. Notwendig hierzu ist ein klarer und verlässlicher politischer Strategie- und Maßnahmenplan. Damit diesbezügliche Investitionen planbar sind, muss vor allem eine zentrale Maßnahme als Impulsgeber kurzfristig umgesetzt werden: Erneuerbare Kraftstoffe müssen in der Land- und Forstwirtschaft vollständig – und nicht nur anteilig - steuerlich begünstigt werden“, stellt Klaus-Peter Lucht eine Kernforderung heraus.

Die PEALF betonte, dass eine Technologievielfalt mit marktfähigen Lösungen vorhanden ist, mit denen das gesamte Leistungsspektrum des landwirtschaftlichen Fuhrparks mittelfristig bedient werden kann: elektrische Traktoren für leichtere und hofnahe Arbeiten, Biomethan-Traktoren für den mittleren Leistungsbereich und Traktoren mit dem Einsatz von flüssigen Biokraftstoffen (Pflanzenöl, Biodiesel, HVO) für anspruchsvolle, energieintensive Aufgaben.

Die Teilnahme der PEALF und ihrer Mitglieder am Fachkongress unterstreicht ihr kontinuierliches Engagement für eine nachhaltige Mobilität und den Einsatz erneuerbarer Antriebsenergien, die technologisch ausgereift und für einen sofortigen Klimaschutz einsetzbar sind.

Über die Plattform:
Die Plattform „Erneuerbare Antriebsenergie für die Land- und Forstwirtschaft“ ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Verbänden, Unternehmen der Landtechnik und wissenschaftlichen Einrichtungen, der im Mai 2016 aus der Taufe gehoben wurde. Das primäre Ziel dieses Zusammenschlusses ist die Steigerung des Einsatzes von erneuerbaren Antriebsenergien in der Land- und Forstwirtschaft.