Im Rahmen des vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten Projekts “TrAkzeptanz - Akzeptanz und Effekte von klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft" läuft seit über einem Jahr eine Testimonial-Kampagne. Nachdem sich bereits zahlreiche Landesminister, Bundestagsabgeordnete, Experten aus Verbänden, (Landtechnik-)Unternehmen, Landwirte und anderen Institutionen mit Statements zu Wort gemeldet haben, nimmt auch der Bayerische Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, an der Kampagne teil:

 „Wir brauchen für erneuerbare, regional erzeugte Kraftstoffe eine vollständige Energiesteuerentlastung. Das wäre sowohl für unsere Land- und Forstwirte als auch für die Landmaschinenindustrie ein Startsignal, um in neue Technologien zu investieren. Dabei halte ich nicht ein aufwendiges Energiesteuer-Rückerstattungsverfahren für sinnvoll, sondern ich plädiere - im Sinne des Bürokratieabbaus - für einen steuerfreien Einkauf dieser heimischen Kraftstoffe.“

Weiter führt der Staatsminister zu den Hemmnissen einer dynamischeren Nutzung von erneuerbaren Antrieben in der Landwirtschaft aus:

„Biokraftstoffe konnten in der Landwirtschaft nicht stärker Fuß fassen, weil Planungssicherheit fehlte. Hinzu kommt das uneinheitliche Vorgehen der europäischen Staaten, langfristig Dieselkraftstoff in Landmaschinen zu ersetzen. Bayerns Landmaschinenindustrie ist weltweit führend und kann schnell auf die Marktanforderungen reagieren. Deshalb bin ich überzeugt, dass bei klaren Rahmenbedingungen für erneuerbare Kraftstoffe eine Win-Win-Situation für Landwirte und Industrie entsteht.“  

Zuvor hatten sich bereits die Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, Cornelia Schmachtenberg, der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch sowie die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber, mit einem Statement an der Kampagne beteiligt und sich unter anderem für Planungssicherheit und praxistaugliche, wirtschaftliche Anreize ausgesprochen, um fossile Energieträger in der Landwirtschaft zu ersetzen.

Im Fokus der Statements stehen die wichtigsten umzusetzenden Maßnahmen für eine verstärkte, dynamische Nutzung von erneuerbaren Antriebsenergien in der Landwirtschaft sowie die gegenwärtig größten diesbezüglichen Hemmnisse. Im Blickpunkt der erneuerbaren Antriebsenergien stehen dabei nachhaltige Biokraftstoffe wie zum Beispiel Biodiesel, Pflanzenöl, HVO und Biomethan, die E-Mobilität aus erneuerbarem Strom sowie weitere erneuerbare Kraftstoffe wie zum Beispiel e-Fuels und Wasserstoff. Bisher wurden über 70 Statements im Rahmen dieser Kampagne veröffentlicht.

Die Projektpartner – die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) sowie der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) – zeigen sich hocherfreut von der klaren Positionierung des Staatsministers und blicken optimistisch auf die weitere Resonanz, die das Projekt mit seiner Zielsetzung erreichen möchte.

Die weiteren bisher veröffentlichten Statements finden Sie unter:

https://www.erneuerbar-tanken.de/trakzeptanz/statements

https://www.linkedin.com/company/plattform-erneuerbare-antriebsenergie-in-der-land-und-forstwirtschaft/

Die Projektpartner versprechen sich von der Kampagne ein verstärktes öffentliches Interesse und eine gesteigerte Akzeptanz für erneuerbare Antriebsenergien in der Landwirtschaft.