TrAkzeptanz-Kampagne erreicht Meilenstein: 50 Statements zu klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft veröffentlicht
Bonn, 19. Februar 2026 – Im Rahmen des vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten Projekts „TrAkzeptanz – Akzeptanz und Effekte von klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft“ startete im Februar 2025 eine bundesweite Testimonial-Kampagne. Experten aus Verbänden, Landtechnik-Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie praktizierende Landwirte präsentierten die aus ihrer Sicht wichtigsten Chancen und Hemmnisse für eine dynamischere Nutzung erneuerbarer Antriebsenergien in der Landwirtschaft.
Ziel der Kampagne ist es, die Zielgruppen sowie die Öffentlichkeit über die Vorteile und Perspektiven nachhaltiger und klimafreundlicher Antriebe zu informieren und deren Akzeptanz zu stärken. Bereits nach einem Jahr können die Projektpartner auf eine breite Beteiligung und großes Interesse aus Wirtschaft, Verbänden, Politik, Forschung und Landwirtschaft zurückblicken. 50 Statements wurden inzwischen veröffentlicht und dokumentieren die zentralen Anliegen der Branche.
Im Fokus stehen dabei erneuerbare Antriebsenergien wie nachhaltige Biokraftstoffe (Biodiesel, Pflanzenöl, HVO, Biomethan) und E-Mobilität aus erneuerbarem Strom sowie weitere alternative Kraftstoffe wie E-Fuels und Wasserstoff. Die Statements identifizieren die wichtigsten Maßnahmen für eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Antriebsenergien sowie die größten derzeitigen Hemmnisse.
Die Projektpartner fassen die Kernaussagen der Testimonials wie folgt zusammen:
Aaron Eßelborn, Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE):
„Eine vollständige Energiesteuerrückvergütung für erneuerbare Kraftstoffe, wie zum Beispiel Biodiesel, Pflanzenöl und HVO, wäre ein entscheidender Schritt, um ihre Nutzung in der Landwirtschaft wirtschaftlich attraktiver zu machen. Das haben auch die zahlreichen Gespräche mit praktizierenden Landwirten gezeigt.“
Josef Witzelsperger, Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ):
„Planungssicherheit und stabile politische Rahmenbedingungen sind für Landwirte und Unternehmen essenziell, damit Investitionen in klimafreundliche Technologien langfristig lohnend sind. Hier sind sich Verbände, Landtechnik, Landwirte und Wissenschaft einig.“
Johannes Buchner, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf:
„Investitionsförderungen spielen als Impuls für die angestrebte Transformation eine zentrale Rolle. Nicht nur die Testimonials, sondern auch unsere bundesweite Projekt-Umfrage unter Landwirten haben gezeigt, dass Unsicherheiten über die aktuelle Wirtschaftlichkeit und unstetige Fördermöglichkeiten derzeit eine der größten Hürden darstellen. Förderprogramme für erneuerbare Antriebsenergien müssen daher langfristig angelegt, verlässlich finanziert und praxistauglich ausgestaltet sein.“
Die Projektpartner erwarten, dass die Kampagne durch die vielfältigen Perspektiven aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Verbänden und Forschung ein verstärktes öffentliches Interesse für erneuerbare Antriebsenergien schafft und zu einer steigenden Akzeptanz beiträgt.
Alle 50 veröffentlichten Statements finden Sie unter:

