Im Rahmen des vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) geförderten Projekts “TrAkzeptanz - Akzeptanz und Effekte von klimafreundlichen Antrieben in der Landwirtschaft" läuft seit über einem Jahr eine Testimonial-Kampagne. Im Rahmen der Kampagne hat sich nun auch Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, zu Wort gemeldet.

„Bayerns Bäuerinnen und Bauern erzeugen Lebensmittel, liefern Futtermittel, produzieren nachwachsende Rohstoffe und stellen erneuerbare Energie bereit. Der Weg weg von der fossilen Wirtschaft, hin zur Bioökonomie führt nicht an der Landwirtschaft vorbei. Heimische Biokraftstoffe tragen bereits heute massiv zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft bei. Und bei der Herstellung fallen fast nebenbei wichtige heimische Eiweißfuttermittel und hochwertige Lebensmittel an, z.B. Rapsöl. Wer Klimaschutz ernst nimmt, muss die Landwirtschaft als Partner erkennen und Investitionen ermöglichen, die dauerhaft unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten.“

Weiter führt er zu den Hemmnissen für erneuerbare Antriebe in der Landwirtschaft aus:

„Bayerische Biokraftstoffe schonen das Klima und stehen regional zur Verfügung, aber solange sie an der Zapfsäule teurer sind als fossiler Diesel, entscheidet die Betriebswirtschaft. Biokraftstoffe müssen gegenüber fossilen Kraftstoffen wettbewerbsfähig sein, denn kein Landwirt kann es sich leisten, dauerhaft draufzuzahlen. Die beschlossene vollständige Steuerbefreiung muss daher jetzt zügig umgesetzt werden.“ 

Zuvor hatten sich u. A. bereits die Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz des Landes Schleswig-Holstein, Cornelia Schmachtenberg, der Sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Georg-Ludwig von Breitenbuch sowie die Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus, Michaela Kaniber, mit Statements an der Kampagne beteiligt und sich unter anderem für Planungssicherheit und praxistaugliche, wirtschaftliche Anreize ausgesprochen, um fossile Energieträger in der Landwirtschaft zu ersetzen. 

Im Fokus der Statements stehen die wichtigsten umzusetzenden Maßnahmen für eine verstärkte, dynamische Nutzung von erneuerbaren Antriebsenergien in der Landwirtschaft sowie die gegenwärtig größten diesbezüglichen Hemmnisse. Im Blickpunkt der erneuerbaren Antriebsenergien stehen dabei nachhaltige Biokraftstoffe wie zum Beispiel Biodiesel, Pflanzenöl, HVO und Biomethan, die E-Mobilität aus erneuerbarem Strom sowie weitere erneuerbare Kraftstoffe wie zum Beispiel e-Fuels und Wasserstoff. Bisher wurden über 70 Statements im Rahmen dieser Kampagne veröffentlicht.

Die Projektpartner – die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) sowie der Bundesverband Bioenergie e.V. (BBE) – zeigen sich hocherfreut von der klaren Positionierung der Teilnehmer und blicken optimistisch auf die weitere Resonanz, die das Projekt mit seiner Zielsetzung erreichen möchte.

Die weiteren bisher veröffentlichten Statements finden Sie unter:

https://www.erneuerbar-tanken.de/trakzeptanz/statements

https://www.linkedin.com/company/plattform-erneuerbare-antriebsenergie-in-der-land-und-forstwirtschaft/

Die Projektpartner versprechen sich von der Kampagne ein verstärktes öffentliches Interesse und eine gesteigerte Akzeptanz für erneuerbare Antriebsenergien in der Landwirtschaft.